Gesellschaft zur Erforschung einer
alternativen und universalen Notenschrift

 


 


Musik wird
einfach zu spielen

Aller Anfang ist schwer – jeder Musikschüler kann davon ein Lied singen. Besonders, wenn er ein Musikinstrument spielen möchte. Bereits die Notenschrift erweist sich als eine Hürde. Die ursprüngliche Logik wurde durch spätere Eingriffe entstellt. Dabei könnten Noten so einfach lesbar sein.

Unsere chromatische Tonleiter hat zwölf Töne. Diese wiederholen sich über alle Oktaven. Im herkömmlichen System stehen die entsprechenden Noten aber immer wieder an anderer Stelle. Schlüssel und Vorzeichen machen es zusätzlich kompliziert.



Ist das klassische System unserer Notenschrift die einzige Form, Musik zu schreiben und festzuhalten? Klar gesagt: Nein. Es hat sich so entwickelt. Es ist eine Konvention – mehr nicht.

 

Auch Komponisten geraten an die Grenzen des Systems. "Neuere Musik" braucht eine neue Form der Notation. Das hat bereits der bedeutende Komponist Arnold Schoenberg festgestellt. Es ist an der Zeit, dass die Notenschrift der Musik-Entwicklung folgt.

 



Neue Wege
für die Musik

Wir von ARAUMUS, der "Gesellschaft zur Erforschung einer alternativen und universalen Notenschrift" wollen die Suche systematisch anlegen. Wir sind eine Gruppe von Musikern, Musikbegeisterten und Laien mit Sitz in Münster. Die Entwicklung einer alternativen und universalen Notenschrift soll wissenschaftlich vorangetrieben werden. Dafür suchen wir Mithilfe und Unterstützung.

 

ARAUMUS, ein eingetragener Verein, verfolgt gemeinnützige Ziele. Unserem Anliegen können wir damit Gewicht verleihen. Als Verein werden wir in den Netzwerken musikwissenschaftlicher Gesellschaften und Forschungsinstitute wahrgenommen. Wir bemühen uns um öffentliche Fördermittel und internationale Forschungsbeiträge. Damit wollen wir eigene Forschungen betreiben und deren Ergebnisse international veröffentlichen.

Wir hoffen auf eine rege Mitgliedschaft und Unterstützung für ARAUMUS e. V., um die "Neuere Musik" auf eine gute Grundlage zu stellen. Es ist an der Zeit, dass die Notenschrift der Musik-Entwicklung folgt.

 

 



Die neue Notenschrift folgt der Musik-Entwicklung.

Unsere Musik entwickelte sich vom Mittealter zum 21. Jahrhundert in großen Schritten. Es ist die Entwicklung von den Kirchentonarten des Gregorianischen Gesangs zu moderneren Tonarten und Atonalität; oder von sieben Tönen zu zwölf Tönen in der Oktave. Unsere Notenschrift hinkt dieser rasanten Entwicklung etwas hinterher. 









Darum hat die ARAUMUS-Gesellschaft sich die Aufgabe gestellt, für die neuere Musik eine alternative Notenschrift zu finden oder zu entwickeln. Zu diesem Zweck sollen erstens die bereits bekannten Notenschrifts-Vorschläge geprüft werden; zweitens sollen nach einer Auswertung die besten Notenschriften verglichen; und drittens – als Alternative zur traditionellen Notenschrift – soll eine dodecaphonische Notation für den zukünftigen Gebrauch angeboten werden.



Ein Vergleich

 

Bevor wir der Sache auf den Grund gehen, zeigen wir einige erstaunliche Beispiele aus einem Vergleich zwischen der alten und einer neuen Notenschrift. Bei jedem Beispiel kommt erst die traditionelle Notenschrift.

 


 

Beispiel 1

Ein offensichtlicher Nachteil im Fünflienien-System ist, dass die Oktaven nicht gleich sind. So liegt die Note Mittel-C auf einer Linie, die gleiche Note in der höheren Oktave jedoch in einem Zwischenraum. In der neuen Notenschrift mit vier Linien sind alle Oktaven gleich.





 

Beispiel 2

Das alte System wird weiter kompliziert durch verschiedene Schlüssel. In der neuen Notenschrift gibt es nur einen Schlüssel, einen sogenannten Groß-Stab.





 

Beispiel 3

Viele Vorzeichen im Notentext erschweren das Abspielen. [ J.S. Bach: Das wohltemperierte Klavier, Teil I, Fuge 24. Ein Thema, in welchem alle 12 Halbtonstufen der Okave enthalten sind.]

 

 



 

Beispiel 4

Wenn dazu noch viele Hilfslinien kommen, wird es praktisch unleserlich.

[ C. Yves: Concord Sonata.]

 

 



 

Beispiel 5

Hier steht vor jeder Note mindestens ein Vorzeichen mit Ausnahme der Note F in Tak 2.

[ P. Hindemith: Ludus Tonalis, Fuga Prima, Takt 24.]

 

 



 

Beispiel 6

Auch in der klassischen Musik kann die Struktur oder Grammatik des diatonischen Systems eine Vielzahl von Vorzeichen verursachen, die das Abspielen unmöglich macht. [ L. van Beethoven: Piano Sonata No. 12, Marcia Funebre, Takt 9. ]

 

 



 

Beispiel 7

Wiederum viele Vorzeichen. Der Schlüsselwechsel unterbricht den sichtbaren Verlauf der Musik. Die linke Hand muss hinauf, nicht hinunter. [ J.Brahms: Fantasia  Op. 116, No.1, Capriccio, Takt 90.]

 

 



 

Beispiel 8

Viele Vorzeichen und Schlüssel-Wechsel in beiden Händen. Außerdem ein Oktavzeichen, was wiederum den Fluss der Musik unterbricht. Dieses Beispiel dürfte sichtbar machen, was mit einer graphischen Darstellng der Musik gemeint ist, oder mit der Forderung: Macht die Musik sichtbar!

[ C. Debussy: Préludes pour piano, No. 1, Brouillards,Takt 29.]

 

 



 

Beispiel 9

Für manche Akkorde hat die traditionelle Notenschrift nur Verlegensheits-Lösungen (rechts oben).

[ B. Bartok: Im Freien, No. 4, Klänge der Nacht, Takt 39.]

 

 



 

Beispiel 10

Hier sind 47 Vorzeichen in einem Takt. Bitte abzuspielen! [ A. Schoenberg: Klavierstücke, Op. 11, No. 3, Takt 27.] 

 

 


 

 

Entwicklung der Notenschrift

 


Die Geschichte der europäischen Notenschrift wurde längst eingehend erforscht. Darum soll hier im historischen Rückblick nur so weit zurück gegangen werden, wie Vorschläge zur Verbesserung der Notenschrift bekannt sind. Die traditionelle Notation hat sich über die Jahrhunderte für den praktischen sowohl wie für den theoretischen Gebrauch nicht nur in positivem sonden leider auch in negativem Sinne entwickelt. So ist es nicht verwunderlich, dass aktive Musiker schon im achtzehnten Jahrhundert Vorschläge zur Verbesserung gemacht haben.

 

Das schon im späten Mittelalter entstandene System des waagerechten Notenstabs* mit vier Linien und den "Neumen" genannten Notensymbolen funktionierte gut für die damals im Gregorianischen Gesang benutzten Kirchentonarten. Es basiert auf dem System einer Graphik, bei der die Tonhöhe in der Senkrechten und die Tondauer in der Waagerechten anschaulich gemacht wird.

 

Die Oktave der Kirchentonarten hatte nur sieben Töne, und die Orgeln nur die weißen Tasten. Auf das Wie und Warum der folgenden Entwicklungen in der Musikwelt kann hier nicht näher eingegangen werden. Wir haben aber vier Jahrhunderte später 12 Töne in der Oktave und auf der Orgel fünf neue schwarze Tasten. Am Wesen der Notenschrift hat sich nicht viel geändert; dem Liniensystem wurde eine fünfte Linie hinzugegeben, und für die schwarzen Tasten auf der Klaviatur erfand man die sogenannten Vorzeichen, englisch 'accidentals'.

 

Dass das eine schlechte Notlösung war, stellte man offenbar nur sehr langsam fest; es wurde ja immer mehr und immer prächtiger musiziert. Heute aber, nachdem man von der diatonischen bis zur atonalen Musik vorgeprescht ist, und seitdem Klaviere und Orgeln nicht nur wohltemperiert sondern 'gleich' gestimmt werden (equal temperament!), ist die Schwelle erreicht, wo eine neue dodekaphonische oder Zwölf-Ton-Notenschrift dringend gebraucht wird.

Bei den Lösungs-Vorschlägen geht es an erster Stelle um die Darstellung der Noten für die schwarzen Tasten auf dem Klavier. Das bedeutet, dass wir ein Notensystem benötigen, auf dem für jede der 12 Töne in der Oktave ein fester Platz angegeben ist, also ein System von Notenlinien für die chromatische Tonleiter.

Mit den Noten abwechselnd auf der Linie oder im Zwischenraum zwischen zwei Linien brauchen wir für 12 Noten 6 Linien und 6 Zwischenräume. Das ergibt einen Notenstab von 6 Linien. Damit sind wir aber noch nicht fertig, denn die Musik kann weiter gehen, etwa in die nächste Oktave; und auf dem Klavier geht es bis zu 7 Oktaven. Das zeigt uns schon bei dem ersten Beispiel, wie kompliziert Musik sein kann. 


Der erste uns bekannte Musiker, der einen Vorschlag für Notenschrift-Reform mit Notenstab und Noten veröffentlicht hat, war Roualle de Boisgelou, 1764 in Paris; er brachte einen Notenstab mit 7 Linien. Wir wollen hier nicht auf die weiteren Details eingehen. Es genügt zu wissen, dass es vor allem im 19-ten und 20-ten Jahrhundert laufend neue Vorschläge gab. Eine eigens zu deren Erforschung 1985 gegründete Gesellschaft in den USA** hat 1997 ein 'Directory of Notation Proposals' veröffentlicht mit 548 veröffentlichten Vorschlägen. Eine solche Zahl dürfte zur Genüge darstellen, wie sehr die Musikwelt heute eine verbesserte Lösung braucht.

Gottlob hat es immer wieder ernsthaft engagierte Individuen gegeben, die sich aus freiem Antrieb der intensiven Forschung auf diesem Gebiet hingaben; denn die offizielle Musikwelt hat bis heute noch nicht wirklich Kenntnis von der entstandenen Situation genommen. Und die Verlage hüten ihre Magazine voller Musikalien, als ob jemand dort einbrechen wolle.

Einer der Bahnbrecher in die neue Welt, Arnold Schoenberg, hat die Richtung gewiesen, als er sagte und schrieb, dass genau so wie die Kinder seiner Zeit zwei Alphabete lernen mussten, nämlich die deutsche und die lateinische Handschrift, so müssen die Musiker in Zukunft zwei Notenschriften lernen. Wer in diesem Sinne die Bemühungen der vielen Notenschrift-Erfinder sieht, sollte nicht länger sich abweisend verhalten, sondern für die Verwirklichung einer zufriedenstellenden Lösung mitwirken.

 

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die neue Notenschrift an erster Stelle für das Zeitalter der dodekaphonischen Tonleiter, also der gleichgestimmten Zwölfton-Leiter bestimmt ist. Es sei hier auch daran erinnert, dass in einem Land wie China seit Jahrtausenden die Tempelglocken genau diese Tonleiter vergegenwärtigen. Aus China stammt auch die Anwendung der beiden Ganzton-Leitern Feng und Huang, die in abwechselndem Spiel die Zwölfton-Leiter ergeben. Man spricht dem entsprechend auch von Halbton-Leiter. Was in Europa erst im neunzehnten Jahrhundert mit der chromatischen Tonleiter Einzug in die Musikwelt nahm (Wagner), hat es in anderen Erdteilen offenbar schon seit vorhistorischen Zeiten gegeben. Wir könnten denn auch von einer zukünftigen globalen oder universalen Notenschrift sprechen.

 

Wenn sich dann zeigt, dass auch die Musik früherer Jahrhunderte in der neuen Notenschrift - nicht nur Anfänger, sondern auch für fortgeschrittene Musiker - leichter abzuspielen ist, werden vielleicht die Musikverlage positiv in diese Entwicklung einsteigen und neue Auflagen der Werke von der wohltemperierten Stimmung bis zur Neuzeit anbieten. Wir sind überzeugt, dass mit dieser Initiative der globalen Musikwelt ein wertvoller Dienst erwiesen wird, und hoffen, dass die kommenden Musiker-Generationen die Vorteile der neuen Notenschrift nutzen werden.

 

Da die Zeit in den letzten fünfzig Jahren nicht stehengeblieben ist, sind wir heute in der Lage, neue Notenschriften als fertige Systeme vorzustellen beziehungsweise anzubieten. Als erstes der neuen Notensysteme zeigen wir hier die ABC-Notation von Albert Brennink. Der Autor, nach dreißig Jahren zurück aus Kanada, ist wieder in Europa und Mitglied unserer Gesellschaft.

 

 

 

 

* engl.: staff, staves=Liniensystem

** Music Notation Modernisation Association, P.O.Box 241, Kirksville, Missoury 63501 USA


Der Verein

ARAUMUS, ein eingetragener Verein, verfolgt gemeinnützige Ziele. Die Gesellschaft erforscht eine alternative und universale Notenschrift. Als Verein möchten wir in den Netzwerken musikwissenschaftlicher Gesellschaften und Forschungsinstitute besser wahrgenommen werden. Unserem Anliegen können wir damit ein größeres Gewicht verleihen. Wir bemühen uns um öffentliche Fördermittel und internationale Forschungsbeiträge. Damit wollen wir eigene Forschungen betreiben und deren Ergebnisse international veröffentlichen. ARAUMUS sucht dafür Mithilfe und Unterstützung um die "Neuere Musik" auf eine bessere Grundlage zu stellen.

 


Ansprechpartner:

 

Dr. Jörg Bockow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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